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Die „European Group on Ethics in Science and New Technologies (EGE)“ hat eine Stellungnahme zur Umsetzung der politischen Verantwortung der EU gegenüber der Natur erstellt. Die Stellungnahme „Valuing Nature: Implications for EU Governance“ wurde am 3. Juni im Rahmen des Ethics Advice Mechanism (EThAM) veröffentlicht, der der Europäischen Kommission und anderen europäischen Institutionen unabhängige ethische Beratung und politische Empfehlungen bietet.
Die EGE untersucht in dieser Stellungnahme, welchen Stellenwert die Natur in menschlichen Gesellschaften einnimmt und wie diese Wertvorstellungen die Regierungsführung, das Recht und die Politikgestaltung in der Europäischen Union prägen.
Die EGE- Expert*innen warnen davor, dass im aktuellen europäischen Kontext, der von geopolitischer Instabilität, wirtschaftlichem Druck und sozialen Spannungen geprägt ist, die ökologische Nachhaltigkeit Gefahr läuft, in den Hintergrund zu geraten, obwohl sie eine Voraussetzung für Resilienz, Wohlstand, Gesundheit, Sicherheit und demokratische Legitimität ist. Vor diesem Hintergrund betont die EGE, dass ökologische Nachhaltigkeit nicht als zweitrangiges politisches Ziel, sondern als notwendige Voraussetzung für legitime Regierungsführung und kollektives Wohlergehen verstanden werden muss.
Die Stellungnahme enthält neun Empfehlungen der EGE an politische Entscheidungsträger*innen in der EU und den Mitgliedsstaaten, darunter die Verankerung eines Rechts auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt innerhalb der EU-Rechtsordnung, die Stärkung von institutionellen Mechanismen zur Vertretung ökologischer Belange im Rahmen von Regierungsführung und Rechtsprechung sowie die Stärkung von Forschung und Innovation zu Ansätzen für die Naturbewertung und zur Steuerung menschlicher Eingriffe in die Natur.
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