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KoWi-Newsletter zur EU-Forschungs- und Innovationsförderung
10. Juli 2026
Lieber Herr Steinwachs,

mit unserem Newsletter erhalten Sie Meldungen zur europäischen Forschungs- und Innovationsförderung und verwandten Themen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr KoWi-Team
Forschungspolitische Entwicklungen und Beschlüsse
Reform des Forschungsfonds für Kohle und Stahl verabschiedet
Ausschreibungen

Neue Partnerschaft RAMP startet erste transnationale Ausschreibung

Mit der neuen europäischen Partnerschaft "Raw Materials for the Green and Digital Transition" (RAMP) nimmt ein zentrales Instrument zur Stärkung der europäischen Rohstoffsouveränität Fahrt auf. Die kofinanzierte Horizon-Europe-Partnerschaft bringt 56 Partnerorganisationen aus 33 Ländern zusammen und verfügt über ein Gesamtbudget von rund 385 Mio. EUR, darunter 90 Mio. EUR EU-Mittel. Ziel ist es, Forschung und Innovation entlang der gesamten Rohstoff-Wertschöpfungskette zu fördern.

Gleichzeitig ist nun der erste Joint Transnational Call 2026 geöffnet. Für grenzüberschreitende Forschungs- und Innovationsprojekte stehen knapp 40 Mio. EUR zur Verfügung. Die Ausschreibung orientiert sich an der Strategic Research and Innovation Agenda (SRIA) von RAMP und adressiert Themen wie die resiliente Versorgung mit Primär- und Sekundärrohstoffen, effiziente Ressourcennutzung, Kreislaufwirtschaft sowie Governance- und Wertschöpfungskettenanalysen.

Deutschland beteiligt sich aktiv an der Partnerschaft und der ersten Ausschreibung. Auf Bundesebene stellt das BMFTR Fördermittel bereit; zudem beteiligt sich das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK).

Für Antragstellende eröffnet sich damit eine neue Fördermöglichkeit für internationale Verbundprojekte im Bereich kritischer und strategischer Rohstoffe. Projektkonsortien müssen Partner aus mindestens drei teilnehmenden Ländern einbinden; die Förderung erfolgt jeweils über die nationalen Förderorganisationen. Die Frist für die Einreichung von Pre-Proposals endet am 22. September 2026.
Kontakt bei KoWi:
Bettina Schelkle
Forschungspolitische Entwicklungen und Beschlüsse


Reform des Forschungsfonds für Kohle und Stahl verabschiedet

Der Rat der Europäischen Union hat die Reform des Forschungsfonds für Kohle und Stahl (Research Fund for Coal and Steel, RFCS) offiziell angenommen. Damit werden die Voraussetzungen für höhere Investitionen in Forschung, Innovation und Dekarbonisierung in der Kohle- und Stahlindustrie bis 2034 geschaffen. Ziel der Reform ist es, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken und gleichzeitig die grüne Transformation energieintensiver Industrien sowie den Strukturwandel in kohleabhängigen Regionen zu unterstützen.

RFCS-Projekte werden in der Regel von der Industrie geleitet, zeichnen sich jedoch durch eine starke Beteiligung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus. Die Mittel des RFCS werden ausschließlich für Forschungsvorhaben außerhalb des EU-Forschungsrahmenprogramms in den mit der Kohle- und Stahlindustrie verbundenen Sektoren eingesetzt.

Zu den wichtigsten Änderungen der Reform zählen erhöhte jährliche Mittelzuweisungen von bis zu 120 Mio. EUR für den Zeitraum 2027-2034 sowie höhere Förderquoten, die an den vorgeschlagenen Rahmen von Horizon Europe für 2028-2034 angelehnt sind. Industrieakteure können künftig bis zu 70 % Förderung erhalten, während kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie öffentliche Einrichtungen mit bis zu 100 % gefördert werden können.
Kontakt bei KoWi:
Bettina Schelkle
Veranstaltungen

KoWi-Seminar zu Forschungssicherheit in der EU-Forschungsförderung

EU-Referent*innen, Forschungsmanager*innen und Wissenschaftsadministrator*innen aus Forschungsorganisationen, Universitäten und HAWs sind eingeladen zu einem KoWi-Seminar zur Forschungssicherheit am 24.-25. November 2026 (Lunch-to-Lunch) in Brüssel. Im Fokus stehen aktuelle forschungspolitische und förderpraktische Entwicklungen zum Thema Forschungssicherheit in der EU-Forschungsförderung. Teilnehmende erhalten vertiefte Einblicke in relevante EU-politische Prozesse, diskutieren mit Akteur*innen aus der EU-Kommission sowie von Dachverbänden und können sich mit Stakeholdern vernetzen. Zudem ist ein Exkurs zu Schnittstellen hinsichtlich Forschungssicherheit auf nationaler Ebene vorgesehen.

Das Seminar richtet sich an Personen mit Vorkenntnissen in der EU-Forschungsförderung und wird auf Deutsch und Englisch durchgeführt. Die Teilnehmer*innen-Anzahl ist begrenzt und die Teilnahmegebühr beträgt 75 EUR.

Knowledge Valorisation Workshop: Ergebnisse und Erkenntnisse von Horizon Europe Projekten
Die European Research Executive Agency (REA ) organisiert einen Workshop mit mehreren  Horizon Europe Projekten, um Erfahrungen zu sammeln und sich zu Ansätzen zur Wissensverwertung auszutauschen.

Der Workshop findet hybrid statt: Ausgewählte Projekte sind vor Ort in Brüssel vertreten, während einem breiteren Publikum die Möglichkeit zur aktiven Online-Teilnahme geboten wird.
Kontakt bei KoWi:
Inga Benner
Verschiedenes

COST-Action zu KI-Governance und -Nutzung in Forschung und Forschungsmanagement

Mit der neuen COST Action CA25157 „AI-GUIDE – AI-Governance, Use, and Impact for a Dynamic European R&I Ecosystem entsteht ein europäisches Netzwerk zur verantwortungsvollen Nutzung von generativer Künstlicher Intelligenz in Forschung und Innovation. Ziel ist es, gemeinsame Governance-Ansätze, praxisnahe Leitlinien und Werkzeuge für den Einsatz von KI in Forschungseinrichtungen zu entwickeln. Die Action bringt Forschende, Forschungsmanager*innen, Förderorganisationen, Hochschulen, Politik, Verlage und weitere Stakeholder aus ganz Europa zusammen. Die Laufzeit beginnt am 8. September 2026 und endet im September 2030.

Für deutsche Forschungseinrichtungen bestehen vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten. Interessierte können sich jetzt oder während der Projektlaufzeit für die Mitarbeit in den Working Groups bewerben und sich aktiv in den Aufbau von Leitlinien, Wissensressourcen und Anwendungsbeispielen einbringen. Darüber hinaus sind Trainings, Short-Term Scientific Missions (STSM), Virtual Mobility Grants sowie Peer-Learning-Aktivitäten vorgesehen. Die Berufung deutscher Vertreter*innen in das Management Committee erfolgt über die deutsche COST National Coordinator-Struktur. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung auf Working Groups finden sich auf der COST-Webseite der Action.

Kontakt bei KoWi:
Sarah Henkel
Übrigens...

EIC-Programm „Tech to Market": wer kann teilnehmen und was wird geboten
Teilnehmende an EIC-Projekten sowie Träger*innen eines EIC Seal of Excellence oder ERC-Proof of Concept-Geförderte können das Tech to Market-Programm des Europäischen Innovationsrats (EIC) nutzen. Das Programm wird über die Business Acceleration Services des EIC angeboten und umfasst kostenlose Schulungen und Mentoring, um die Umsetzung wissenschaftlicher Durchbrüche in marktreife Lösungen zu unterstützen.  

Die Programminhalte werden überwiegend online bereitgestellt und beinhalten Sessions u.a. zu den Themen „Grundlagen des Unternehmertums“, „Immersion“ und „Validierung von Geschäftsideen“. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, an European Ecosystem Development-Veranstaltungen teilnehmen, um Kontakte zu Mentor*innen und Branchenexpert*innen zu knüpfen.

Die nächsten Bewerbungsfristen sind Ende August/Anfang September 2026.
Kontakt bei KoWi:
Inga Benner
Stellenausschreibungen


Aktuelle Stellenausschreibungen in Forschung und Administration
Die Stellenausschreibungen der letzten Woche finden Sie unter:

Wissenschaftliche/-r Mitarbeiter/-in im Bereich photonischer Anwendungen in der Biomedizin (m/w/d), Hochschule München
AI Engineer (m/f/d) for Method Development and Digitization for Collection-based Research, Senckenberg Society for Nature Research, Jena
Postdoc (m/f/d) for AI-driven Method Development for Collection-based Research, Senckenberg Society for Nature Research, Jena
REFERENT*IN FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG, Hochschule Fulda


KoWi ist Teil der Nationalen Kontaktstelle Europäischer Forschungsrat (NKS ERC), die seit 2014 gemeinsam vom EU-Büro des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) beim DLR Projektträger und KoWi betreut wird. Weitere Informationen, Services und alle Ansprechpartner*innen der NKS ERC finden Sie auf der gemeinsamen Homepage www.nks-erc.de, wo Sie sich auch für den NKS ERC Newsletter anmelden können.


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