Für alle, die den KoWi-Newsletter nicht mit in den Sommerurlaub genommen haben, bieten wir hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Entwicklungen seit Anfang Juli:
Updates des Arbeitsprogramms 2026-2027
Über den Sommer hat die Europäische Kommission das Update der 2027 betreffenden Teile des Horizon Europe-Arbeitsprogramms vorangetrieben. Inzwischen sind für verschiedene Programmteile
fortgeschrittene Entwürfe für 2027 im Komitologie-Register verfügbar. Zusätzlich gibt es dort einen Entwurf für das
Arbeitsprogramm 2027 des European Innovation Council (EIC) mit Änderungen zum Antrags- und Begutachtungsverfahren für EIC Pathfinder Open (u.a. zweistufiges Verfahren) und Transition. Dazu haben in den letzten Monaten
vier neue EIC Programme Manager angefangen.
Ende Juli wurde das
ERC-Arbeitsprogramm 2027 offiziell veröffentlicht (die erste geöffnete Ausschreibung ist der Starting Grant-Call 2027 mit einer Einreichungsfrist am 14. Oktober 2026): Hier gibt es Änderungen insbesondere zur Antragsberechtigung und Einschränkungen bei der Wiedereinreichung. Außerdem hat die kofinanzierte Horizon Europe-Partnerschaft
Raw Materials Partnership for the Green and Digital Transition (RAMP) ihre Arbeit aufgenommen und den ersten Joint Transnational Call geöffnet.
Auch bei internationalen Kooperationen gibt es neue Entwicklungen: Nachdem entsprechende Übergangsregeln bereits seit Anfang des Jahres in Kraft waren, ist die
Assoziierung Japans an Horizon Europe (Säule 2) nun offiziell.
Und wo stehen wir bei FP10?
Der Rat der EU hat sich bereits Ende Juni auf vorläufige Positionen (sog. Partial General Approach) jeweils zum Kommissionsvorschlag für
FP10 sowie für den
European Competitiveness Fund (ECF) geeinigt. Das Europäische Parlament wird voraussichtlich am 10. September im Industrie- und Forschungsausschuss (ITRE) sowie am 5. Oktober im Plenum über den Bericht zu FP10 abstimmen. Danach wären die Positionen aller drei Institutionen bereit für die Trilog-Verhandlungen zwischen Rat und Parlament sowie der EU-Kommission.
EU-Forschung- und Innovationspolitik: Hier gibt es noch Feedbackmöglichkeiten
Im Juli und August hat die Europäische Kommission mehrere forschungsrelevante Initiativen mit entsprechenden Feedbackmöglichkeiten gestartet. Auch ohne geplante eigene Beteiligungen kann die folgende Übersicht hilfreich sein: Zwei Konsultationen betreffen die Ausgestaltung von FP10, speziell die Zukunft der Joint Undertakings (JU) sowie des European Institute of Innovation and Technology (EIT) und dessen Knowledge and Innovation Communities (KICs). Im Bereich Knowledge Valorisation kann im Rahmen einer Community of Practice an einem Kompetenzrahmen für Knowledge Valorisation Intermediaries mitgearbeitet werden. Außerdem gibt es Sondierungen zur EU-Dual-Use-Verordnung und zur Anwendung des Prinzips der Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen (do no significant harm) im nächsten mehrjährigen EU-Finanzrahmen.